Wie Du als Frau in Deine Schöpferkraft kommst

Weg mit dem Leistungsdruck, rein eine heilsame Weiblichkeit.


In diesem Blogbeitrag geht es darum, wie Du als Frau in Deine (Kreative-) Kraft kommst, und warum wir als Frauen zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen sollten.


Konkurrenz macht mich fertig. Sie macht mich traurig und sie lässt meinen Selbstwert und auch meine Leistung deutlich sinken. Geht es Dir auch so?

Dann sind wir nicht nur zu zweit damit:

Es hat etwas mit unserer Weiblichkeit zu tun, mit meiner Sozialisierung als Frau.


Eine Untersuchung der Washington University in St. Louis hat ergeben, dass Frauen in Wettkämpfen unkreativer werden; obwohl weitere Untersuchungen ergaben, dass Frauen die Kreativität eines Teams sogar steigern, wenn die Situation keinen Wettkampf-/ Konkurrenz- Charakter hat.1


Dies könnte auch der Grund sein, warum in Umfragen heraus kam, dass sowohl Frauen als auch Männer, Männer für die kreativeren Wesen halten:


Recent research reveals that both males and females have a tendency to rate men as more creative than women. A series of studies by Duke University researchers examining gender bias and creativity found that women were consistently ranked less creative than their male peers.”2

Traurig, oder?


Dabei wurde in Studien genau das Gegenteil herausgefunden! Wie oben bereits beschrieben: Wenn Frauen gemeinsam arbeiten, sind sie deutlich kreativer als Männer und steigern auch die Kreativität von Männern, wenn sie in gemischten Teams kooperieren; wenn Co-Kreativität entstehen darf und wir frei sind von Bewertungen und Leistungsdruck.


ABER, wir leben in einer Gesellschaft, in der es so gut wie immer um „besser, schneller, höher“ geht.


Viele von uns haben verlernt, was es heißt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, sich gegenseitig zu unterstützen, im selben Boot zu sitzen,- sich füreinander zu freuen.


Dabei sind genau dies die Dinge, die uns -allen- etwas bringen; die uns wieder zusammenrücken lassen, unsere Empathie stärken und dazu führen, dass wir lockerer, freier,- und auch mehr wir selbst sind.


Wann wurde uns Frauen verboten „wir selbst“ zu sein?


Wann haben wir gelernt, dass unsere Freundinnen, Schwestern, Nachbarinnen usw.., vermeintlich Konkurrentinnen sind?

Wann haben wir gelernt, dass unser Erfolg vom Misserfolg einer anderen Abhängt?

Wann haben wir angefangen zu denken, in unserem Umkreis sei nur Platz für eine? Wann haben wir begonnen zu denken, wir seien nur etwas wert, wenn wir besser, oder sogar „die besten“ seien? -


- Vermutlich, In einer Zeit in der wir dafür kämpfen mussten, unsere Talente und Interessen ausleben zu dürfen.


Ich sage bewusst „Wir“, denn transgenerational wurden, und werden, diese Dinge an uns alle weitergegeben. Wir leben teilweise in Mustern, die objektiv betrachtet gar nichts mehr mit unserem Zeitalter zu tun haben.


Frauen sind seltener künstlerisch begabt als Männer


Dies ist ein uralter Irrglaube, der vor allem aus der Angst vor der weiblichen Kraft entstanden ist.


Die meisten bekannten Künstler sind männlich, aber nicht, weil Männer künstlerisch öfter begabt sind, sondern, weil es eine Tradition gibt, weibliche Kunst abzuwerten.


Die wenigen bekannten Künstlerinnen der Moderne hatten es schwer. Sie haben sich in einer Männerdominierten Welt durchgesetzt, obwohl ihnen oft von klein auf gesagt wurde, Frauen könnten keine Künstlerinnen sein.


Es gab im 19. Jahrhundert Malschulen für Frauen, aber dies wurde eher belächelt. Es war eine nette Beschäftigung für die Frauen, ein Hobby, mehr nicht; mit Kunst hatte es in den Augen der damaligen Gesellschaft nichts zu tun.3



Sind Frauen sind anders kreativ als Männer?


Ich denke eher es geht um ein Zutrauen.

Sich selbst zuzutrauen etwas schöpferisches, geniales leisten zu können.

Sich selbst zu sagen „Ich kann das“, oder sogar „ich bin genial“.

Männer machen das. Zumindest sehr viele tun dies.



Warum tun Frauen sich jedoch so schwer mit diesen Dingen? Ist es unweiblich?


Ich glaube viel mehr, dass es nicht in unserer Komfortzone liegt und wir Ängste haben, uns aus dieser herauszubewegen.

Wir denken, bevor wir die Legitimation haben unbescheiden zu sein, müssen wir etwas großes leisten.

Doch wie viele Frauen leisten großes, eher im Hintergrund, während Männer sich mit scheinbar großen Dingen profilieren, weil sie stolz sind auf die Dinge, die sie leisten?


Wir dürfen auch stolz sein. Auf alles. …Wir dürfen das lernen,- auf unsere Art und Weise.


Aber was ist denn eigentlich Kreativität?


Hier sind ein paar Eigenschaften, die einen kreativen Menschen, nach Croplay, ausmachen:


„Flexibilität, Sensibilität, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Autonomie, positive Selbsteinschätzung. Die Autoren gehen davon aus (o.c.), dass kreative Menschen mehr Autonomie und Nonkonformismus aufweisen und generell weniger Anpassungsbereitschaft, Selbstkontrolle und den Wunsch nach einem guten Eindruck zeigen.“4


All dies sind Eigenschaften, die uns Frauen oft schon über Generationen aberzogen wurden (außer vielleicht Sensibilität und Toleranz).


Mein Slogan „Kreativität ist Freiheit, - Freiheit ist die Kunst Du selbst zu sein", meint genau das. Wir dürfen als Frauen an uns glauben. Wir dürfen unkonventionell sein, wir dürfen anecken, wir dürfen wild und bunt sein.

Genau das ist Freiheit und genau das ist Kreativität. Mutig Du selbst zu sein, an sich selbst zu glauben.


Du darfst das, weil: Du großartig bist und weil Du Dich mit Leidenschaft und Freude so ausleben darfst, wie Du bist.


...Und das macht auch die eigentliche Urkraft der Weiblichkeit aus: Sie will befreit werden, sie will gelebt werden; in Verbundenheit, lebendig und voller Herzenswärme.


Wahrscheinlich ist genau dies der Unterschied zur männlichen Energie, unter der unsere weibliche Kreativität, offensichtlich, so sehr leidet:

Unser Urbedürfnis ist es, uns zu verbinden. Die Kreativität lebt in uns als verbindende Kraft, die aus einer ursprünglichen Liebe heraus geboren wird. (Denke bitte beim übernächsten Abschnitt an genau diesen Satz).


Wie gewinnst Du also dieses Zutrauen, dieses Selbstbewusstsein als Frau zurück?


Werde Dir Deiner Schöpferkraft bewusst!


Wir Frauen sind in der Lage Leben in uns entstehen und wachsen zu lassen.

Wir bringen Leben in die Welt.

Schwangerschaft ist das kreativste Moment, das diese Welt zu bieten hat.


Das heißt nicht, dass Du Kinder bekommen musst, um als Frau schöpferisch zu sein.

Dieses Potenzial, diese Urkraft lebt in Dir, ob Du Kinder bekommen kannst/ Kinder in die Welt bringen möchtest, - oder nicht.


Wenn wir uns die Chakra- Energiezentren ansehen, dann lebt die Kreativität im Sakral Chakra.


Du kannst diesem Bereich einmal ganz bewusst Deine Aufmerksamkeit schenken.


Lege dabei Deine Hände auf den Bauch, kurz unter dem Nabel,-und atme.


Nimm wahr, welche Kraft, welches Potenzial hier verborgen liegt.

Spüre in Deine Gebärmutter, in Deinen gesamten Uterus hinein und nimm wahr. Du kannst Dir auch vorstellen, wie hier eine endlose Energie in Form von orangefarbenem Licht immer stärker wird. Alles ist hier möglich. Aus dieser Kraft heraus kannst Du alles in die Welt bringen, woran Du Freude und Lust empfindest. Du bist wertvoll und voller Kreativität. Das Leben ist ein Geschenk und es wird aus Deinem Schoß heraus geboren.



Noch mal zurück zum Thema Schwangerschaft...


In der anthroposophischen Kunsttherapie werden einige künstlerische Verfahren in der Schwangerschaft, nicht empfohlen.


Auch ich selbst konnte am eigenen Leib spüren, wie, gerade in der ersten Zeit der Schwangerschaft die Kreativität zu schwinden scheint. Nicht nur die Kreativität im geistigen,- also die Inspiration und die Ideen um Dinge zu (er)schaffen, sondern auch die körperlichen Kräfte, diese in die Welt zu bringen,- bzw. erst einmal auch entstehen zu lassen.


Kein Wunder, denn, alle meine kreativen Kräfte wurden benötigt um dieses kleine Wunderwesen in mir entstehen zu lassen, - zu kreieren.


Erinnerst Du Dich an den Satz oben?


„Unser Urbedürfnis ist uns zu verbinden. Die Kreativität lebt in uns als verbindende Kraft, die aus einer ursprünglichen Liebe heraus geboren wird.“


Genauso entstehen unsere Kinder in uns doch (im Idealfall) auch aus Liebe, aus Verbundenheit.


Dieses Beispiel zeigt aber auch, welche Kräfte wir als Frauen nach außen hin frei lassen können, wenn wir nicht schwanger sind. Wenn kein Leben -in- uns entsteht;


dann ist diese Kraft -frei- um nach außen wirken zu können. Dies ist unsere Schöpferkraft, mit der wir Dinge entstehen lassen können; in die Welt bringen können. In Verbundenheit mit unserem Herzen und in Verbindung mit der Welt.

Wir können dann unsere kreative Kraft nach außen hin wirksam werden lassen.




1https://scienceblog.com/73867/want-kill-creativity-women-teams-fire-competition/

2 https://olinblog.wustl.edu/2016/02/women-vs-men-vs-creativity/

3 Einblicke hierzu bekommst Du z.B. in der Paula Modersohn Becker Biographie von Barbara Beuys

4 http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/3404/6/HD15.pdf

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