Alltagsinseln – Wie Du Dir Zeit und Raum schaffst, Deine Kreativität auszuleben

In meinem gestrigen Instagram Beitrag ging es um „kreative Impulse“, als Start in das Wochenthema „Intuition“. Aber was ist eigentlich, wenn es Dir schwer fällt diesen Impulsen nachzugehen, und Deine Kreativität wirklich auszuleben?

Das erfährst Du in diesem Blogartikel.


Kreativ sein fühlt sich manchmal kräfte zehrend an, - bevor man anfängt; - der Gedanke daran. Kennst Du das?


Vielleicht, weil Du denkst, dass Du mal wieder kreativ sein solltest, mal wieder etwas gestalten solltest,- eigentlich egal in welchem Bereich,- und Du Dich mit diesem „Muss“ unter Druck setzt.

Vielleicht hast Du die Kunst als Hobby, vielleicht schreibst Du Gedichte, malst, spielst Gitarre oder gestaltest andere Dinge in irgendeiner Art und Weise.


Du tust dies als Ausgleich zu Deinem Alltagstrott, weil es Dir gut tut; weil es Dich in eine andere Welt trägt und Du Dich dadurch auf besondere Art und Weise mit Dir selbst verbindest. Warum ist dann manchmal der Schweinehund so groß Anzufangen?


Der Mensch ist von Natur aus gemütlich. Alles was NICHT unsere Routine ist, alles, was wir nicht in einem automatischen Ablauf in unserem Unterbewusstsein und Körpergedächtnis gespeichert haben, ist anstrengend!!

Vielleicht laugt Dich auch Dein Job aus, und Dein erster Gedanke nach der Arbeit ist einfach nur „Füße hoch und nichts tun“, was in Dir jedoch zu Frustration führt, weil Du Deinen eigentlichen Bedürfnissen,- Deiner Erfüllung nicht nachkommen (kannst?).


Es fordert Bewusstsein und eine klare Entscheidung. Ein „ich würde gern“, reicht da oft nicht. Egal, wie gern Du „gerne würdest“.

Viele kennen das auch vom Sport. Die Entscheidung zu treffen, jetzt ins Tun zu kommen, die fällt oft unglaublich schwer.


Die wenigsten Menschen ticken so, dass sie einen Gedanken haben, ein Bedürfnis und direkt, aus diesem Impuls heraus, einen festen, verbindlichen, Termin mit sich selbst dafür vereinbaren,- oder die Sache eben sofort tun.


„Später mal“ und „ich könnte mal wieder“ sind unverbindlich. Wenn Du diese Worte benutzt, sagst Du Dir gleichzeitig, dass eigentlich gerade andere Dinge wichtig sind.


Wie schaffst Du es also, die Dinge, die Dir wirklich gut tun, auch wirklich zu tun?


  1. Schaffe Dir einen festen Ort

Wie Du so einen Ort, zum Beispiel für einen Malplatz, einrichten kannst, sodass er Dich einlädt direkt loszulegen, sobald Du ihn nur siehst, kannst Du in diesem Blogbeitrag lesen.


So wie es psychologische Hinweise gibt, dass es den Schlaf verbessert, wenn Du nur abends und ohne Konsum von technischen Medien in Dein Bett gehst, weil das Unterbewusstsein lernt, dass dieser Ort zum Schlafen gedacht ist,- so kann es Dir auch hilfreich sein, einen Ort nur für Deine Kreativität zu haben. Einen Ort an dem zur Not auch mal alles so stehen bleiben kann wie es ist. Ein Ort, an dem Dein angefangenes Bild von gestern noch liegt, und Dich „ruft“ an ihm weiterzumalen.


2. Treffe feste Verabredungen mit Dir selbst, allein oder in einer Gruppe


Du kannst Dich mit gleichgesinnten treffen, zu einer Zeit und an einem Ort, der nur eurem gemeinsamen Hobby gewidmet ist.

Das kann z.B ein Volkshochschulkurs,- oder eine privat organisierte Gruppe sin.


Wenn Du üben möchtest, Deine Gefühlswelt und Dein Seelenleben in Deiner Malerei lebendig und sichtbar werden zu lassen, dann ist vielleicht der Art Soul Club genau dieser Ort für Dich. Es ist mittlerweile eine bunte und tief gehende kleine Community geworden, zu der auch Du herzlich willkommen bist.


Natürlich kannst Du auch unabhängig davon einen festen, verbindlichen Termin ganz mit Dir allein vereinbaren. Versuche ihn dann trotzdem nicht zu verschieben und auch die Zeit einzuhalten, die Du Dir dazu geschenkt hast (mache aus einer geplanten Stunde keine halbe,- auch keine 50 Minuten. Gönne Dir die Zeit, die Du Dir für Dich geblockt hast).

3. Wenn Du mal keine Lust hast,-dann mache es trotzdem.


Bezogen auf Tipp 2, stelle Dir vor, Du seist mit Deiner besten Freundin verabredet und sie redet seit Tagen von nichts anderem. Sie freut sich unglaublich, diese Zeit mit Dir zu verbringen. Vielleicht hilft Dir dieses Bild, mit Dir selbst verbindlicher zu sein, denn leider neigen wir doch alle immer wieder dazu Dinge, die wir für andere tun, ernster zu nehmen, als die Dinge, die wir für uns selber tun.


Du wirst im Tun herausfinden, woher Deine Lustlosigkeit kommt.

Vielleicht verfliegt sie, weil sie nicht echt war, sondern nur ein kleiner „Schweinehund“, der Dir einen Steinchen in den Weg legen wollte, weil Du unbewusst noch den Glaubenssetz in Dir trägst, Du hättest diese „Me-Time“ nicht verdient.

Vielleicht bist Du gerade in Deinem künstlerischen Prozess aber auch an einem Punkt, der anstrengend ist,- wo sich etwas lösen möchte; auch dann kann es sein, dass Du widerstände bekommt, einfach, weil es unbequem werden könnte. Wenn Du Dich dem mutig entgegen stellst, übst Du auch genau dies auch für Dein Leben,- wenn sich Dir größere Steine, auch in anderen Lebensbereichen in den Weg stellen.


Manchmal hat man aber auch grundlos einfach keine Lust. Dies kannst Du nur herausfinden, wenn Du es erst einmal probierst. Wäge ab, wonach Du Dich wahrscheinlich anschließend besser fühlen wirst: Netflix oder kreativ sein? Wenn die Antwort Netflix ist, dann ist es auch ab und zu mal okay. :-)


4. Schlaf und Entspannung


Ich bin unglaublich unkreativ, wenn ich einfach ausgelaugt bin. Wenn mein Kopf voll ist mit allem möglichen Dingen, aber auch, wenn ich einfach müde bin.


Wenn ich merke, mir fällt es schwer im Hier und Jetzt anzukommen,-


dann mache ich entweder einen Mittagsschlaf, gehe in der Natur spazieren, meditiere oder lasse einfach im Stillen meine Gedanken etwas schweifen.


Im Nichts tun liegt die Kraft der Kreativität,- dort wird sie geboren.


Wer nur leistet und schafft (nicht im schwäbischen Sinne, sondern von Erschaffen ;) ), der leert permanent nur seine Batterien,- gibt die ganze Zeit Energie, ohne eigentlich noch Ressourcen übrig zu haben. Inspiration liegt in der Pause. In der Ruhe.


Auch chronischer Schlafmangel führt dazu, dass wir in einen unbewussten, automatisierten Zustand kommen.

Irgendwann funktioniert der Körper nur noch (wenn überhaupt), und das Bewusstsein,- das Herz, sind müde, werden von Dir überhört, weil Du in einer Art Überlebensmodus fest steckst, in welchem weder Raum für Kreativität noch für Entfaltung ist.


Also, finde heraus, welcher Schlaf-Wach Typ Du bist und richte Dich danach,- denn den allerwenigsten Menschen entspricht unsere 24h Struktur.


Die meisten brauchen 25h, einige aber auch nur 23. Beide sind mit 24h überfordert, die einen, weil sie abends nicht müde werden und der Tag eigentlich länger sein müsste (Eulen),- die anderen, weil ihnen 24h eigentlich zu lang sind und sie sich in dieser Struktur auslaugen (Lerchen). Auf dem Youtube Kanal Mai Lab findest Du ein ganz tolles Video zu dem Thema. Du kannst es aber auch einfach mal Googlen.


Ich habe mal von meinem Psychiatrie Professor im Studium den Tipp bekommen, dass man es am besten durch Fernflüge herausfindet. Hast Du Richtung Asien (der aufgehenden Sonne entgegen) keinen Jetlag, dann bist Du eine Lerche; Richtung Amerika (der untergehenden Sonne entgegen), eine Eule.

Ich bin sowas von eine Lerche. ;)

Es gibt aber sicher auch günstigere (doch weniger schöne) Methoden es herauszufinden. :) )


Ich hoffe Dir helfen diese Tipps weiter. Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, ob es Dir auch manchmal schwer fällt in Deine Kreativität zu gehen, obwohl Du Dein kreatives Hobby eigentlich über alles liebst. Schreibe mir auch gerne, wie Du bisher damit umgegangen bist.


Alles Liebe,


Vanessa

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